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Pressemitteilung Abendmahl

Die Evangelische Michaelsbruderschaft hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die zu ihr gehörenden Landeskirchen aufgefordert, in Ihren verantwortlichen kirchenleitenden Organen Wege zu bedenken, um den Gemeinden wieder Gottesdienste mit der Feier des Abendmahles zu ermöglichen. Bislang empfehlen die EKD und viele Gliedkirchen, dass in den Gottesdiensten eher auf die Feier des Abendmahls verzichtet werden soll.

„Die Corona-Pandemie hat unser Land und auch die Kirchen in eine große Krise geführt“, schrieb Helmut Schwerdtfeger, Ältester der Evangelischen Michaelsbruderschaft, in einem Brief an die Kirchen. „Wir haben uns gefreut, als die Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder Begegnungen und auch Gottesdienste ermöglicht haben. Doch die empfohlenen Rahmenbedingungen zeigen, dass wir neue Wege finden müssen, den Dienst an den Menschen unter diesen erschwerten Umständen zu tun. In vielen Gemeinden fehlt bei der Feier der Gottesdienste das Heilige Abendmahl. Dies berichten uns viele Pfarrerinnen, Pfarrer und Gemeindeglieder. Natürlich stehen dabei der Schutz und die Gesundheit der Gemeindeglieder im Vordergrund. Dies fordert uns daher dazu heraus, neue, innovative Möglichkeiten zu finden.“

Pfarrer Dr. Heiko Wulfert, Sekretär für Theologie und Ökumene der Michaelsbruderschaft, hat zu der Diskussion über die Möglichkeiten der Durchführung des Abendmahls in Zeiten der Bedrohung durch das Coronavirus ein theologisches Statement verfasst. Dieses soll auf Bitte von Schwerdtfeger in den Gremien der EKD und der Landeskirchen beraten werden. Die Evangelische Michaelsbruderschaft hofft darauf, dass die Kirchen zeitnah Handlungsempfehlungen zur Durchführung des Abendmahls in evangelischen Gottesdiensten an ihre Gemeinden geben.

Die Evangelische Michaelsbruderschaft ist eine verbindliche geistliche Gemeinschaft. Zu ihren Zielen gehört die Vertiefung des geistlichen Lebens und der Einsatz für die Erneuerung und die Einheit der Kirche. Ihr gehören Brüder in geistlichen Ämtern sowie anderer beruflicher Professionen aus sieben verschiedenen Konfessionskirchen vor allem in Mitteleuropa an. Die Brüder kommen aus lutherischen, reformierten und unierten Kirchen, aus Freikirchen, aus der alt- bzw. christkatholischen und aus der römisch-katholischen Kirche. Die rund 250 Brüder leben mit ihren Familien in ihrer Kirchengemeinde und sind in regionalen Konventen zusammengeschlossen. Heute gibt es Brüder in Deutschland, Österreich, Ungarn, Frankreich, der Schweiz, in Polen und Island.

 

Der Text des theologischen Statements ist als Anlage beigefügt.

07. Juli 2020
Helmut Schwerdtfeger
Ältester der Evangelischen Michaelsbruderschaft,


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