Rhein.-Westf.

Johanniskonvent 2019

Das idyllisch gelegene, uns wohl vertraute Haus empfing uns am Freitag zu Meditation, geistlichem Austausch und zur Neuorientierung . . . das Wetter war überwiegend freundlich.

Die gemeinsame Zeit begann mit der Vesper in der Kapelle. Nach dem Abendessen begrüßte uns Br. Schäfers; Br. Schwerdtfeger erklärte den vorgesehenen Ablauf der Konventstage. Im Anschluss an die Komplet konnten wir noch lange im Außenbereich des Hauses zusammensitzen.

Das Schwerpunktthema dieses Konvents waren leider ausnahmsweise nicht unsere Gäste sondern Wahlen für wichtige Leitungsfunktionen des Konvents. Daher gab es am Samstagvormittag nach Meditation, Frühstück und Laudes die Möglichkeit, in kleinen Gruppen mit allen Kanditaten zu sprechen, die für die zu besetzenden Positionen bereitstehen.

Nach der Sext, dem Mittagessen und der Pause konnte die Wahl durchgeführt werden. So konnten wir im Wissen, dass der Konvent mit Br. Klier (Ältester) und Br. Kattwinkel (Vikar) wieder eine neue, gute Leitung hat, befreit zur Vesper und zum Abendessen gehen. Anschließend hörten wir –wegen des schönen Wetters sogar im Außenbereich des Hauses – einen Vortrag von Br. Mersmann:

„Identität und Ort – Wo liegt die Mitte der Bruderschaft?“

Unsere Mitte ist natürlich Jesus Christus. Wenn wir uns (zu eng gefasste) Regeln geben, um uns unseren Zielen zu nähern, könnte Homogenität hochproblematisch werden. So können wir feststellen: wir sind in der Entwicklung . . . . kreisend um ein Mysterium.

Das Brudergebet und die Nachtbitten rundeten den Samstag ab.

Am nächsten Morgen trafen wir uns nach Meditation und Frühstück zu einem der Höhepunkte des Konvents: die Gedächtnismesse für unseren verstorbenen Bruder und Konventsältesten Peter Korf.

Br. Oeyen, der Helfer unseres verstorbenen Bruders, hielt die bewegende Predigt in dieser Messe. Die Messe wurde geleitet von Br. Lothar Müller, Diakon war Gerd Ludewig.

Aber der Herr ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und der Herr sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land.

Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Denn ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Auf der Grundlage der genannten Schriftstellen (Jona 1+2; 1. Joh 4, 18; Joh 14, 6) gab Br. Oeyen einen Rückblick auf das Leben unseres Bruders. Wir Brüder vertrauen ihn Gott an, aber wir vermissen ihn sehr.


Der Reisesegen entließ uns nach einem stärkenden, gemeinsamen Wochenende wieder in unseren Alltag.

 

Bericht u. Fotos: Lothar Faulborn