Rhein.-Westf.

Johanniskonvent 2018

Rheinisch-Westfälischer Konvent
Johanniskonvent in der Wasserburg Rindern, 47533 Kleve (22. -24.06.2018)

Ein Konvent . . . eine Aufnahme in die Probezeit . . . .
. . . . und ein welt(meister)licher „Kick“

 

Das malerisch an einem See am Rande von Kleve gelegene katholische Tagungshaus hat un- seren Konvent schon mehrfach beherbergt. So hatte für Viele die Anreise zu diesem schönen Haus etwas sehr Vertrautes.

Von den 32 angemeldeten Brüdern und Gästen waren am Freitag Abend schon fast alle da und versammel- ten sich nach einer Abend- andacht und dem Abendessen im Tagungsraum. Dort gab es einen ersten Austausch mit vielen Grüßen und einer Singübung (mehrstimmig) mit unserem Kantor. Im Anschluss an die Komplet konnte der Tag gemütlich in der „Pumpe“ ausklingen.

Der Samstagvormittag begann – nach Morgenmeditation und Frühstück – mit einer Werktagsmesse. Es folgte der erste Teil des diesjährigen Konventthemas:

Der Genfer Psalter
Das Kantorenehepaar Susanne Paulsen und Martin Kas verschaffte uns – höchst kompetent und fes- selnd – einen Überblick über die Entwicklung des Gebrauchs der Psalmen in der Kirche. Schon in Eph 5, 19 „Ermuntert einander mit Psalmen und
Lobgesängen und geistlichen Liedern . . .“ kann man erkennen, dass die Psalmen auch in der noch ganz jungen Kirche in Gebrauch waren.

Psalmen hatten lange Zeit einen liturgischen Charakter; die Entwicklung ging aber dahin, dass die Gemeinde durch die Psalmen eine Stimme bekommen sollte. Die deutsche Reformation brachte Psalmen in eine Reim- und Strophenform. In der reformierten Tradition galt das Psalmlied lange als einzig akzeptierter gottesdienstlicher Gesang. In geistlichen Liedern sind auch heute noch viele Psalmmotive zu finden und auch unser EG enthält eine ganze Reihe Psalmlieder. Das Sprechen der Psalmen – wie heute im Gottesdienst üblich – ist der Gemeindebeteiligung geschuldet und wird dem Psalm eigentlich nicht gerecht.

Susanne Paulsen und Martin Kas

Nach der Mittagspause wurde das Thema in einer 2. Arbeitseinheit fortgesetzt, einige Psalmen aus dem EG wurden auch gesungen. Für ihren fachkundigen und lebendigen Vortrag bekamen unsere Referentin und unser Referent viel Beifall von den Brüdern und Gästen. Nach der Vesper und dem Abendessen – eine Agapefeier konnte leider auf Grund organisatorischer Schwierigkeiten des Tagungshauses nicht stattfinden – wurden die Brüder und Gäste von Br. Ludewig durch Vortrag und Fotos mitgenommen auf seine Pilgerreise nach Rom und Assisi. Ab 20.00 Uhr bot das Haus die Fußballspielübertragung Schweden – Deutschland an. Das war eine sehr weltliche Pause in den Stunden gemeinsamen geistlichen Lebens – besonders, als in der letzten Spielminute das deutsche Siegtor fiel.

Am Sonntag feierten wir nach der Laudes und dem Frühstück die Messe zum Tag der Geburt Johannes des Täufers. Br. Ploch machte in seiner Predigt deutlich, dass Jesus Christus – wie beim Täufer – in mir wachsen und ich – mein Ego – hingegen abnehmen muss. Nach der wunderbaren Festmesse mit dem lit. Team (Br. Gregorius, Br. Kräuter, Br. Ploch) trafen wir uns zum Geschlossenen Konvent.

Die Sext kurz vor dem Mittag rundete den Konvent ab, denn hier wurde auch Sammy Wintersohl in die Probezeit aufgenommen. Der Reisesegen entließ uns nach einem festlichen, stärkenden und stimmungsvollen gemeinsamen Wochenende wieder in unseren Alltag.

 

 

Bericht: Lothar Faulborn Fotos: Lothar Faulborn