Rhein.-Westf.

Johanniskonvent 2017 im Haus Salem

Am Samstagabend eröffnete Br. Neues die Agapefeier des diesjährigen Johanniskonvents mit auf der Wiese am Haus Salem gefundenem Johanniskraut. Doch gehen wir der Reihe nach vor. Zum Konvent in diesem malerisch im Wald gelegenen Haus trafen sich am Freitag 15 Brüder und 5 Gäste. Die gemeinsame Zeit begann mit der Vesper in der Waldkapelle. Diese liegt – idyllisch – etwa 250m vom Tagungshaus entfernt. Nach dem Abendessen gab es einen ersten Austausch mit vielen Grüßen und einer Singübung mit unserem Kantor. Im Anschluss an die Komplet konnten wir noch lange auf der Veranda (und in der „Kajüte“) des Hauses fröhlich zusammensitzen.
Der Samstagvormittag begann – nach Morgenmeditation und Frühstück – mit der Messe, die das liturgische Team (Br. Schäfers, Br. Ludewig, Br. Klier und Br. Faulborn) für uns vorbereitet hatte. In seiner Predigt sprach Br. Ludewig – ausgehend vom Predigttext Epheser 2, 17-22 – über Martin Luther, über seine Zerrissenheiten – aber auch seine die Jahrhunderte überdauernden Leistungen. Im Kern bleibe von Luther „schauen, was Christum treibet“; also auf Ihm als Eckstein ist alles zu erbauen. Der danach stattfindende geschlossene Konvent dauerte bis zum Mittagessen.

Im Zentrum des Nachmittags stand der Vortrag von Br. Mersmann. Er fragte sich:
Luther-, Thesenanschlag-, Reformationsjubiläum . . . was feiern wir eigentlich 2017? Was von Martin Luther trägt auch heute immer noch zu seiner Bedeutung bei? Sein Vortrag war die ausführliche Version seines Beitrags im Quatember (Reformation, Heft 1+2 2017) und kann dort nachgelesen werden.
Nach der Vesper in der Waldkapelle begann um 19.00 Uhr die Agapefeier und wir erfuhren ganz nebenbei auch noch etwas über das
Johanniskraut (s.o.). Nach dem Brudergebet mit den Nachtbitten konnte der Abend mit viel Freude und Gesprächen (sehr) langsam ausklingen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns nach der von Br. Schuller angeleiteten Meditation zur Festmesse in der Waldkapelle. Das liturgische Team (Br. Gregorius, Br. Ploch, Br. Schwerdtfeger und Br. Klier) stimmten uns mit diesem feierlichen Gottesdienst in den Sonntag unseres Johanniskonvents ein. Br. Schwerdtfeger blieb bei seiner Predigt sehr dicht am Evangelium über „Die königliche Hochzeit“ (Mt 22, 1-14). Er fragte sich: wie oft denken wir eigentlich darüber nach wie sich Gott fühlen mag, wenn wir uns von ihm abwenden oder seine Einladung ausschlagen.
Der Reisesegen entließ uns nach einem festlichen, stärkenden und stimmungsvollen gemeinsamen Wochenende wieder in unseren Alltag.

Bericht: Lothar Faulborn, Fotos: Tom Kattwinkel, Lothar Faulborn