Rhein.-Westf.

Epipaniaskonvent , Wasserburg Rindern, Kleve Januar 2020

Ein wenig Spannung lag schon in der Luft bei den rund 35 Gästen und Brüdern, die sich vom 17. bis 19. Januar 2020 in der Wasserburg Rindern zusammen-fanden, um den Epiphaniaskonvent zu feiern: Das katholische Bildungshaus in Kleve ist dem Konvent zwar schon lange bekannt und ans Herz gewachsen – das neue Tagzeitenbuch allerdings noch nicht. So wurde es gleich am Freitag-abend an alle verteilt, die es vorbestellt hatten und während der gemeinsamen Gebete in Gebrauch genommen.
Br. Frank Klier, Ältester un-seres Konventes und vorma-liger Kantor, führte die Teilnehmer in zwei Einheiten in das Tagzeitenbuch ein. Dabei erläuterte er auch theoretische Hintergründe des Psalmgesangs und der besonderen Notation und den dahinterstehenden Kirchentonarten.

Der Epiphaniaskonvent bot sich für diese Einführung an, da Themen rund um die Meditation seit jeher im Mittelpunkt dieses ersten Treffens des Jahres stehen. Psalmgesang, so hat es die Bruderschaft (wieder-)entdeckt, ist eben auch eine Form der Versenkung und des Sich-Öffnens für Gottes Gegenwart.
Erfreulicherweise ist auch in der Neuauflage des Tagzeitenbuches der Christus-Rosenkranz dokumentiert. Senior Br. Martin Schäfers führte in Geschichte und Gebrauch dieser „evangelischen“ Variante des Rosenkranzes ein und teilte mit uns seine langjährigen Erfahrungen. Praktisch konnten Interessierte diese Form der Meditation danach in der Kapelle der Wasserburg ausprobieren – mit oder ohne eigenen Rosenkranz.
Im geschlossenen Konvent konnten gleich fünf Brüder in der Probezeit für die Aufnahme in die Bruderschaft zum diesjährigen Michaelsfest auf dem Kirchberg vorschlagen werden: Sammy Wintersohl, Andreas Bollengraben, Peter Brischke, Christian Bäcker und Hartmut Sloksnat. Unter Gebet und Segen wurde Oliver Ploch im Mittagsgebet aus der Probezeit entlassen.

Am Samstagabend brachte und Br. Christian Oeyen anhand der Berufungsgeschichte der Jünger im Lukasevangelium mit spannenden Fragen rund um die Mission ins Nachdenken: Was kann beim „Menschenfischen“ falsch laufen? Was können wir aus der Berufungsgeschichte für unsere Arbeit in der Bruderschaft lernen? Die Zeit war fast zu kurz, um alle Gedanken aus den Kleingruppen zu sammeln und zu durchdenken.
In der Messe am Sonntag zu Epiphanias predigte Br. Andreas Bollengraben zu Eph 3. Er betonte das Epiphaniasfest als Ausdruck der Weltgeltung des christlichen Glaubens und hob die Exklusivität ebenso wie die Inklusivität des christlichen Heilsweges hervor.
Der Reisesegen am Schluss der Messe beendete einen intensi-ven, interessanten Konvent in lockerer Atmosphäre und mit geistlichem Tiefgang.

 

Br. Benjamin Härte